2011/12/28

Frisch und G'sund, Frisch und G'sund...

Es ist früh, sehr früh, sprich 7 Uhr morgens.


Ich bin wach, obwohl ich eigentlich schlafen könnte, warum das so ist, erzähl ich euch kurz.


Heute ist der 28. Dezember, der sogenannte "Tag der Unschuldigen Kinder". Bei uns in Österreich, besonders auf dem Land, treiben kleine Menschen ihr Unwesen. Sie klingeln von ungefähr 6 bis 10 Uhr an den Haustüren, warten bis ihnen jemand öffnet und treten ein. Was dann passiert ist nichts für schwache Nerven, die Kinder schlagen mit ihren Ruten auf den Hintern des Türöffners und geben dabei ein nicht verständliches Gedicht von sich. Für diesen öffentlichen Mut, werden die Kinder mit ein paar Euronen, Orangen und Süßigkeiten (jene, die zu Weihnachten unterm Weihnachtsbaum lagen und aufgrund der feiertäglichen Fresserei gerne weiterverschenkt werden) belohnt.


Ja, ich gehörte früher auch zu diesen Kindern und um ehrlich zu sein, ich liebte es! Ich klapperte jedes einzelne Haus, jede einzelne Wohnung ab, um Menschen auf den Hintern zu hauen. Vollkommener Schwachsinn! Natürlich tat ich es wegen der Süßkram-Berge und der Scheinchen.


"Wie verdienten sie ihr erstes Geld?"
"Mit Arsch versohlen."


Dennoch finde ich, dass es ein besonderer Brauch ist und man sollte ihn bewahren.


Für all jene, die es interessiert, hier der Spruch, mit dem ich von Haus zu Haus zog und der mir einen durchschnittlichen Stundenlohn von ungefähr 1 000 Schilling (~70 Euro) einbrachte:


"Frisch und g'sund, frisch und g'sund,
nix klunzn, nix klogn, bis i wieda kumm schlogn,
es Christkindli mit die krauslatn Hoa,
wünscht eich a guats neigs Joa!"


(Alle Dialekt-Schreib-Profis, bitte ich hiermit um Verzeihung!)

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